Wenn Religion verbindet – und manchmal trennt
Viele Familien sind heute interkonfessionell:
unterschiedliche christliche Konfessionen, verschiedene Religionen oder eine Mischung aus religiösen und nicht-religiösen Lebenswegen.
Im Alltag ist das meist kein Problem.
Bei Übergangsritualen jedoch – Taufe, Patenschaft, religiöse Feiern – werden Unterschiede plötzlich sichtbar. Und oft auch unüberwindbar.
Nicht, weil Menschen es wollen.
Sondern weil Institutionen Grenzen ziehen.
Wenn Patenschaft an Konfessionen scheitert
In kirchlichen Taufen gelten klare Regeln:
- Pat:innen müssen einer bestimmten Konfession angehören
- andere Glaubensrichtungen sind oft ausgeschlossen
- interreligiöse Patenschaften sind vielerorts nicht möglich
Für viele Familien fühlt sich das nicht mehr zeitgemäß an.
Nicht, weil ihnen Glaube egal ist – sondern weil Zugehörigkeit nicht an Dogmen scheitern sollte.
Interkonfessionalität ist Realität
Unsere Gesellschaft ist vielfältig:
- Christ:innen unterschiedlicher Konfessionen
- Muslim:innen, Jüd:innen, Buddhist:innen
- spirituelle Menschen ohne religiöse Bindung
- Menschen, die bewusst konfessionslos leben
Familien spiegeln diese Vielfalt wider.
Rituale, die nur eine Wahrheit zulassen, werden dieser Realität oft nicht mehr gerecht.
Das Patenfest als interkonfessioneller Raum
Ein Patenfest ist kein religionsfreier Raum –
sondern ein offener.
Hier können:
- religiöse Elemente eingebunden werden
- unterschiedliche Glaubensvorstellungen respektvoll nebeneinanderstehen
- spirituelle oder weltliche Werte ihren Platz finden
Ohne Ausschluss.
Ohne Bewertung.
Ohne formale Voraussetzungen.
Patenschaft jenseits von Religion
Beim Patenfest zählt nicht, was jemand glaubt,
sondern wofür jemand steht.
Pat:innen übernehmen Verantwortung:
- emotional
- menschlich
- lebensbegleitend
Diese Verantwortung ist größer als jede konfessionelle Zugehörigkeit.
Freie Redner:innen als Brückenbauer:innen
Freie Redner:innen arbeiten konfessionsunabhängig.
Sie sind nicht an religiöse Vorgaben gebunden, sondern an die Menschen, die sie begleiten.
Ihre Aufgabe ist es:
- unterschiedliche Hintergründe zu respektieren
- sensible Themen achtsam zu moderieren
- gemeinsame Werte sichtbar zu machen
So entsteht eine Feier, die verbindet – statt zu trennen.
Interkonfessionalität ist kein Kompromiss
Ein interkonfessionelles Patenfest ist kein „kleinster gemeinsamer Nenner“.
Es ist eine bewusste Entscheidung für Offenheit.
Für viele Familien bedeutet das:
- ein echtes Willkommen
- eine klare Haltung
- ein Ritual, das zur eigenen Lebensrealität passt
Ein Zeichen für eine pluralistische Gesellschaft
Interkonfessionalität ist kein Sonderfall mehr.
Sie ist Teil unserer Gegenwart – und unserer Zukunft.
Das Patenfest trägt dieser Entwicklung Rechnung:
als freies, inklusives Willkommensritual für Kinder.
Kontakt & Zusammenarbeit
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oder sind freie:r Redner:in und möchten Teil dieses Konzepts werden?